" Ich vertreibe den Bösen von ... deinem Grab"

 

 

 

 

 

Obiges Zitat stammt von einem jüngeren und viel kleineren Sphinx, steht jedoch stellvertretend für alle.

Die Erbauer der Cheops-Pyramide ließen bei Steinbrucharbeiten auf dem benachbarten Plateau einen rohen Felsstumpf zurück. Daraus formten die Bildhauer des Chephren den gewaltigen und wie in Gedanken versunkenen wirkenden Sphinx. 

 

 

 

Königsbart und Königskopftuch mit der symbolträchtigen Kobra zeichneten das Haupt einst als das eines Königs aus - vermutlich Chephren selbst. Der Löwenleib rührt von dem uralten Glauben her, daß Löwen geheiligte Orte bewachen. 

Das kolossale Bildwerk mißt von den Tatzen bis zum Schwanz 73m und war ursprünglich wohl verputzt und bemalt. Die Zeit der Sandstürme haben an ihm genagt. Mutwillige Zerstörung unter Herrschaft der Türken ( sie nutzten den Sphinx als Ziel für Artillerieübungen und schossen ihr die Nase ab) und in jüngster Zeit setzen ihm die Erschütterungen durch den Straßenverkehr arg zu. Auch der Smog über Kairo sorgt für rapiden Verfall. 

 

Im Jahre 1987 löste sich ein 300kg schweres Steinstück aus der Schulter. Seitdem diskutiert man Möglichkeiten der Restauration und sucht noch nach geeignetem Baumaterial, wie man den Sphinx dauerhaft retten kann.

Der Kalkstein, den die einstigen Handwerker bearbeiteten, ist von schlechter Qualität, überall zeigen sich Risse und Sprünge. Auch das Gestein im Inneren des Sphinx ist völlig zersplittert. Alle Versuche, die Risse auszubessern oder auch mit Beton auszugießen sind bisher fehlgeschlagen.
Da dieser Figurentypus, bis auf wenige Ausnahmen, dem Pharao vorbehalten blieb, sollte man von "dem" (männlich) Sphinx sprechen, während in der griechischen Mythologie, die Sphinx ein weibliches Wesen ist.

 

Der Sphinxtempel

Unmittelbar neben dem Taltempel des Chephren befindet sich der sogenannte Sphinxtempel, der wohl nie vervollständigt wurde. Die fehlende äußere Granitverkleidung lässt dies vermuten. Weitere Statuen des Königs sollen dort aufgestellt gewesen sein.  Der Tempel besteht aus 24 Rosengranitsäulen, welche eine Kolonnade und einen Wandelgang um einen Zentralhof bilden.  Es gab zwei Heiligtümer, von denen sich eines im Osten befand, das andere im Westen befand. Weil es keine Texte oder Dokumente über die Symbolik des Tempels gibt, ist es schwer dessen Sinn zu ermitteln.

 

 

 

 

Es wird vermutet, daß er zu den ersten aller Sonnenheiligtümer gehört. Studien haben ergeben, dass an dem Tag der Tagundnachtgleiche (21./22. März und September), die Sonne - vom Sphinxtempel ausgesehen - am südlichen Teil der Chephren- Pyramide, entlang der Verbindungsgerade zwischen Sphinx und Tempel untergeht. Möglicherweise hatte der Sonnenuntergang an diesen Tagen ein Kultbild eines Gottes beim Untergehen angestrahlt.  

 

 

 

Ein ereignisreicher Tag nähert sich dem Ende. Viel haben wir gesehen und gehört in den letzten 2 Tagen in und um Kairo. Den Abend lassen wir gemütlich ausklingen mit einem Bummel durch die Altstadt von Kairo und dem Basar . In einer Gaststätte am Basar sitzen wir noch gemütlich im Freien, beobachten das rege Treiben und warten bis wir abgeholt werden zum Airport. Es geht weiter, Flug nach Luxor, wo wir unsere Nilkreuzfahrt beginnen.

Doch davon mehr auf der nächsten Seite...

 

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