Badisches Landesmuseum Karlsruhe
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Ein Relief aus der Grabkammer, wohl auch des Jj-nfr.t. Ein Priester bietet die Opfergaben dem Grabherrn an, welcher sich am gedeckten Tisch mit seiner hinter ihm sitzenden Frau dargestellt ist. Hieroglyphische Inschriften erläutern wohl diese Szene.

Totenstele des Sen-tes-irj und seiner Frau Su-ten-hen-aftenu. Sie stehen vor dem Opfertisch mit dem für sie bestimmten Gaben.
Diese Stele stammt aus dem Mittleren Reich um 2000-1700 v. Chr. Inv. Nr. 412

Wandrelief aus dem Grab des Meri-Ptah – aus der Nekropole des Neuen Reiches von Sakkara (Nach-Armana-Zeit, um 1330 v. Chr.) 
In der Tracht eines Vornehmen aus feinem plissiertem Leinen wird hier ein Sämann dargestellt, den Würdestab in der Rechten, mit kahlgeschorenem Haupt, der die Saat in ziehendem Bogen auf die Erde wirft. In der Beischrift ist zu erkennen, daß es der Meri-Ptah selbst ist, der den Titel vor dem Totengericht " Gerechtfertigter und Herr von Würde in Frieden" trägt. Aus dem Titel wird ersichtlich, daß er zu Lebzeiten das höchste Amt der Priesterwürde in Memphis begleitete. 
Bei seiner Tätigkeit wird er von Männern unterstützt, die in zwei Registern hinter ihm angeordnet sind. In der oberen Reihe ist ein Mann in gebeugter Haltung zu erkennen, der ihm die Tasche mit dem Saatgut entgegenhält, dahinter ist eine Gruppe von Dienern, die mit Hacken die aufgehenden Pflänzchen bearbeiten. Ein Rindergespann mit den Worten "los, lauf" wird zur Eile angetrieben. Zwei Männer, davon einer mit einem Schreibgerät schreiten voraus.
Auf der oberen Schriftzeile ist noch der Name des Grabherrn erhalten geblieben sowie der Beginn eines Totenspruches, der folgendermaßen lautet: " Du gehst spazieren unter ihnen, du verkehrst mit den Horusdienern, du kommst heraus…" .
Ein gleicher Text ist von Paheri, Fürst von Elkab und Prinzenerzieher in frühthutmosidischer Zeit erhalten geblieben. So könnte man den Spruch folgend vervollständigen: "… du wirst nicht zurück gewiesen; du wirst nicht abgewiesen vor dem Tor der Unterwelt. Geöffnet werden dir die beiden Türflügel des Horizonts. Es tun sich auf die Riegel von selbst. Du gelangst in die Halle der beiden Wahrheiten, es begrüßt dich der Gott, der darin ist. Du läßt dich nieder im Inneren der Unterwelt, du trittst ein in die Saat des Nils"… danach folgt ein direkter Bezug zu der Szene – "… dein Herz ist froh über deine Feldbestellung auf deinen Ländereien im "Gefilde der Binsen", dein Unterhalt besteht aus dem, was du geschaffen hast; dir kommt die Ernte in Fülle." ( K. Sethe, Urkunden der 18. Dynastie IV (1914) 116f.).

(Zitiert nach vorgenannten Katalog Seite 89)

Diverse Relieffragmente

Wandrelief mit Königskopf; 11. Dynastie; um 2000 v. Chr. (wohl aus Oberägypten, erworben vom Badischen Landesmuseum 1964 aus dem Kunsthandel) 
Kalkstein mit Resten ehemaliger Bemalung; H. 35,7 cm, B. 28,7 cm. Inventar Nr. 64/88

Auf diesem Relief blieb der Kopf eine Königs im Profil nach rechts erhalten, welcher die Doppelkrone von Ober- und Unterägypten trägt. Auffallend ist, daß die Uräusschlange fehl
In Elefantine befindet sich  auf einem Reliefblock eine Darstellung auf welcher Seanchkare eine vergleichbare Krone trägt. Die Form der Gesichtszüge, der lebhaften Modellierung der Gesichtsoberfläche, den scharf geschnittenen Umrißlinien mit geradezu pedantischen Ausführung von Details, spricht für eine zeitliche Ansetzung in die 11. Dynastie.
Nach der hervorragenden Qualität zu beurteilen, könnte dieses Relief aus einer der besten Werkstätten des Alten Ägyptens und wohl aus einem Tempelbau oder einer der  zahlreichen Kapellen stammen.

(Zitiert nach vorgenannten Katalog Seite 85)

 

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